[Dem Lexe sei Seide]
Alexander 'Lexe' Köberlein


  +++ Hi Gracs. +++ Aktuelle Infos zu unseren Konzert-Terminen (absolutely laif) findet ihr hier. Leck mich am Abendrot! +++  

Der Kolumnist!

Der Kolumnist!


ALEX:
Hallo allerseits.
Liebe Fans, Freunde, Neider, Bewunderer
im Dezember 2017


Was schreibt man denn in dem Pamphlet, das den Bühnenabschied vor sich hat. Dass es das letzte ist, glaube ich nämlich nicht. Irgendwer schreibt immer irgendwas ... irgendwann.

Ich habe mich gefragt, ob jemand die Frage stellen würde, ob das alles (also 39 Jahre Musikmachen) sich nun wirklich gelohnt hat. Und da habe ich bemerkt, dass die meisten unserer Zuhörer diese Frage schon längst für sich beantwortet haben. Nämlich mit: Ja, kann ja gar nicht anders sein.

Sie betrachten Musikmachen nicht nur als Gabe, sondern sogar irgendwie als Gnade. Zumindest aber als Leidenschaft. Auch bei allem Bemühen - du kannst keinen vom Gegenteil überzeugen. Dass man müde ist mit 66, gesundheitlich angeschlagen vielleicht? Hannes Wader hat ja auch gerade Abschiedstour-Schluss gemacht. Erst mit 75. Aber, der spielte nur Gitarre und ist eh ein Hungerhaken. Und die Stones? Die müssen nicht am Freitagabend mit dem Opel Astra eine dreiviertel Stunde durch den Stuttgarter Kessel.

Frage: Und was machst Du dann, wenn NIX mehr ist?
Bestimmt nicht sich mit dem E-Bike - das ich selbstverständlich besitze - einfügen in die Armee der Rentner auf ihren Bike-Rennstrecken. Eine führt ja durch mein Dorf. Die Alten reden natürlich miteinander. Natürlich zu laut, wegen dem störenden Windgeräusch bei 25 kmh und den Hörgeräten die man beim Fahren herausnimmt. Aber ich auf meinem selbstgebauten Holzbalkon höre alles mit (do wohnt doch dr Keberlein, jo der herd jetz au auf). Ach du Scheisse - was heisst hier "aufhören" - mit was denn, mit Schnaufen? Hat man "danach" etwa kein Leben mehr?

Neuerdings bin ich ab und zu gezwungen SWR 3 zu hören. Anscheinend fortschrittlicher oder jünger als SWR1. Stimmt aber eher nicht. Irgendwann wirst du tatsächlich kirre beim Hören, weil fast jeder Song irgendwie wie ein Kinderlied klingt, wie eine Diktatur der selben Töne und Sounds, wie die penetrante Werbung für I-Phones. Fast nur noch gepitchte Melodien, Barbie-to-go. Oktavsprüngchen. Oder Stimmen, die irgendwie 'krank' klingen. Also wenn du eine kranke Stimme hast - werde Popstar. Du kannst auch Maske tragen, oder Käppi aufsetzen. Aber was solls? Wir hatten auch beschissene Frisuren und Outfits Ende der Achziger und malten uns mit Kayal die Augen an(Schwoißfuaß).

Tja, so muss halt einer reden, der in einer Zeit musikalisch sozialisiert wurde, wo deutsch noch tierisch Scheisse klang, und wir mit Musik uns selber und die ganze Welt, sowieso, verändern wollten. Dabei hatte ich als Komponist und Texter immer die Gewissheit, dass zuviel Inhalt, zuviel Gelaber, zuviel Politik in den Songtexten für das Gesamte des Musikerlebens destruktiv war. Wenn du dich in den Waber der Musik einwummern willst, brauchst du halt doch ein bum-bum-bum-bum und ein n-ts, n-ts, n-ts. Und trotzdem. Die Pop- und Rockmusik war ja doch die Verabschiedung des Faschismus-Menschen, das trotzige Versprechen, ganz anders sein zu wollen. Die Musik damals war Aufruhr gegen die Krusten. So war unsere Welt, so haben wir dann auch Musik und Texte gemacht. Man sollte das historisch sehen, und die meisten Journalisten fangen jetzt erst an unsere Story richtig zu erzählen. Vielleicht sind wir die Söhne der Krauts. Bloss - die Krauts wollten leiden mit der Welt, wir wollten auch Geld verdienen um die Familie zu ernähren. Die SWR 3-I-Phone-Werbemusik hat mit diesen Ursprüngen nur noch wenig gemein.

Wobei wir mit dem Kinderlied-Getue der neueren poppy Songs doch verdammt nahe an etwas herankommen, das schon Thema in der neueren Philosophie ist.

Ein Karlsruher Philosoph mit holländischem Namen, alter Sanyassin, glaubt, dass wir beim Musikerleben, beim Hören immer irgendwo in das exclusive Hören im Mutterleib Zurückwollen. Leider schreibt er seggldoof kompliziert. Die Philosophie also entdeckt, dass wir am Anfang unseres Lebens - nämlich im Mutterleib neun lange Monate, eben nicht das optische Sehen erleben, so wie wir auch später die Welt beschreiben, sondern ausschließlich das Hören dessen, was im Mutterleib halt so gehört wird: Herzklopfen, Singsang der Mutterstimme, mal auch entferntere Stimmen (Baba-Opa-Oma), wabernde, schlabbriche Melodien etc. Es muss wohl eine herrliche akustische "Welt" gewesen sein. Wer jetzt immer noch nicht weiß, wie+warum Techno, mit besagtem Bum-Bum im abgedunkelten Raum incl. Nebelschwaden funktioniert, oder warum WahWah-Gitarren so geil klingen können, sollte mal seine Mutter fragen, warum sie immer SWR 4 gehört hat in der Schwangerschaft.

Weiß also der Köberlein schon, wo' s musikalisch langgeht in Zukunft? Unterirdische Klänge, wabernde Rhythmusfloatings, arythmische Herzschläge aus dem Mutterleib. Back to the roots in die dunkle Höhle. Dahin zurück wo alle Musik rauskommt und herkommt? Aber - irgendwie erinnert mich das eben Gesagte doch auch ganz stark an unsere Endlos-Improvisationen im bekifften Proberaum der Siebziger Jahre...

Gruass
Lexe

GEORG:
Grachmusikoff, im Dez. 2017
Liebe grachmonisch-exhumifizierte Gemeinde, liebe Exilrussen, verschollene Väter und Söhne, verlorene Töchter!


- Epilog

Viele fragen, ob es mir schwer fällt, ganz mit den Konzerten aufzuhören. Ja und nein. Vielleicht trifft für mich zum Schluss doch auch (das sicher wieder vom Luther erfundene) Wort Wehmut zu. Es bedeutet quasi: Pass auf auf, Alter, deine Restlaufzeit ist absehbar, und viel Glück auch bei der Wahl deiner Tabletten, Salben und Kräuter gegen all deine alters-, stress- oder lebensart-bedingten Auas wie polyarthrose, leistenbr., gürtelr., gehörschaden usw. So sehne ich mich dem Tag entgegen, bis der letzte Akt des Schweisses, Lärms, Kofferschleppens, der ewigen Autostaus und der gichtigen, klebrigen Hände beendet ist. Bald ist es geschafft, unser Mut hat sich rentiert. ("Mit 66 Jahren...lalala".)

Das Live-Erlebnis, mit all den dabei ausgeschütteten "Glückshormonen" wie Serotonin und Dopamin ist ja schon schön, musste aber aber wieder "abgekühlt" werden durch eigene Alkohol-, Aspirin- und Hereon-Zufuhr. Im Konzert musst du sowohl lustig, hart, cool und fit sein bis Zugabe Drei, und danach kommt noch der Abbau und die oft einsame Heimfahrt bei Nacht und Nebel. Heul. Aber bald werde ich nie mehr dreckige, verknotete Kabel entwirren, schwere Teile lupfen, an Ständern schrauben, oder nie nicht wissen, woher das Rückkopplungs-Piepsen kommt. Der Preis war hoch über die Jahre: Gehör, Gehirn, eingeschlagene Zähne per Mikrofon (Georg), Hüftprothesen und Defibrillator (Alex) rausjuckende Kniescheiben (Hansi). Jetzt kann ich bald wieder Sportschau gucken am Samstag, oder mal in Ulm in die Oper gehen. Ich wollte immer schon mal in Bizets "Carmen". Oder einfach mal so wegfahren: Freitag - Klein-Ingersheim (Burgpension), Samstag - Köln (Klaus der Geiger- immer nicht da), So-Mo - Kopenhagen/Christiana ... ("Fremde Zigaretten"). Dann zurück über Dresden, Bad Ste(r)ben, Segelbach.

Zuletzt noch ein Danke an ALLE, insbesondere an Webmaster Uli, Made und Beate, Matthias, (Hansi's Sohn, der demnäx die weltbesten Jeans in Schussenried verkauft) - und vor allem an Ingrid, die um die Jahrhundertwende rum einfach mal so bei den Konzerten den CD-Verkauf übernommen hat (und immer dabei war und nie nicht einmal gefehlt hat).

In den letzten Monaten sind die Fans ja noch einmal zu tausenden zu uns geströmt.

Sänk ju very all den Freunden, die seit jeher mit uns in Verbindung standen (d`Pfullenger, d`Zuffahausener) und teils auch von weit her (Westpolen) zu unseren Konzerten kamen. Nicht zu vergessen die "irren" Veranstalter, die uns über die Jahre treu geblieben sind.

Schöne Tage und guten Rutsch wünscht euch - auch im Namen von Hansi, Alex, Paul, Martin und Zimmi ...
...euer Georg!
(05.12.17)
Ist was frisch hinzugekommen?
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Die Rückkehr der 'Wasserleich'
Kommissar Baur ermittelt.
Ein Hörspiel von Georg Köberlein.

D "Wasserleich vo dr Schelmagruab" - erschien vor ca. 10 Jahren hier auf der GRAC-Page als Fortsetzungs-Hörspiel.
Dieser Krimi basiert auf einer wahren Begebenheit aus der Schussenrieder Gegend Anfang der 1970 ger Jahre. Ich nannte mich Jorrich und schrieb zunächst eine Story auf, später machte ich nur noch Aufnahmen. Ich habe dabei selbst ca. 10 Stimmen gesprochen, geschrieen oder gegurgelt, dazu diverse Geräusche von Schweinen, Kühen, Hunden, Hühnern, Pferden, Verkehr, Kirchglocken mit Beerdigungsprozession usw. eingebaut. Dazu ein Musikhintergrund u.a. aus Grachmusikoff-, Schwoißsfuaß- und Zong-Songs. Zuletzt hab ich noch ne CD von der "Wasserleich" gemacht, mit begrenzter Auflage.
Tom, Uli und ich kamen ungefähr zeitgleich drauf, dass man den "Kommissar Baur"-Krimi hier nochmal auflegen sollte.
Hier ist er also: Aus 70 min. habe ich 2/3 rausgeschnitten, und siehe da, die Story war noch verständlich und das Witzigste war drin. Die besten Szenen jetzt in nur 22 Minuten! Von September bis Dezember 2017 kannst Du alle 4 Folgen der neuen "Wasserleich" hier anhören.

Baura Done 2017.

Teil 1 (September) hier.
Teil 2 (Oktober) hier.
Teil 3 (November) hier.
Teil 4 (Dezember) hier.


Die Musiker:
Hansi Fink [Gitarre, Akkordeon]
Alexander Köberlein [Keyboard, Saxophon, Gesang]
Georg Köberlein [Gitarre, Posaune, Gesang]
Martin Mohr [Schlagzeug]
Paul Harriman [Bass]


30 Jahre Grachmusikoff
Die neue Doppel-DVD.
30 Jahre Grachmusikoff. DVD 2008
Mailorder hier klicken.
Reinschauen
[10-Minuten-Medley von Martin Pfeifer]
kann man hier.
. Das T-Shirt.
'Schwoißfuaß 2013'


'Arsch'

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Der Dauerbrenner.
Dr Grachmusikoff-Bäbber.
Kah ma bschdella! Einfach einen mit 55 EUR-Cent frankierten Rückumschlag zusammen mit zusätzlichen zwei 55 EUR-Cent Briefmarken (soviel kostet der Bäbber) und Stichwort 'Bäbber' schicken an: Schwoißfuaß e.K. Dorfstr. 23 72119 Ammerbuch.

Grachmusikoff-Aufbebber 2003. Klicken zum Anschauen
Wir schicken dann umgehend einen Bäbber zu dir nach Hause. Wem das zu komblitsierd ist, kauft sich halt einen beim nächsten Konzert ...
... da kostet er nur 1 Eurolein!


Im Hause Sonnenschein. 2017
Onser agduällschdes kinschdlerisches Brodugd:

Die neue CD: 'Im Hause Sonnenschein'
Mit 14 neuen & alten Titeln. Subbrrr, sag i, subbrrr.
Im Bauchladen erhältlich ...

Alle Gracher-CDs: auf's Bildle klicken zum Naigugga und Naihorcha!
Grachmusikoff laif Elegdroschogg Langsam fett Dame oder Schwein Im Musikantenstadl Im Serail der Nackten Wilden Quasi lebt Danke.Schön.
Zwanzg Johr Subbrr Rückkehr der Melancholen Goddsallmächdig live Morbus Fidibus 2003 Keiner schunkelt 2005 Hippies & Futurischda 2008 Geheimsache Schussenried 2010 Dobblgrachr 2012

Latest Updates bei www.grachmusikoff.de:

10.12.17 bildla aus rutesheim vom 02.12.17. dohanna gligga.
10.12.17 bildla aus meidelstetten vom 24. und 25.11.17. dohanna gligga.
05.12.17 lexe's seite neu.
05.12.17 wasserleich part 4 dohanna gligga.
02.10.17 wasserleich part 3. dohanna gligga.
02.10.17 wasserleich part 2. dohanna gligga.
24.09.17 wasserleich part 1. dohanna gligga.
09.07.17 update tourlist. dohanna gligga.

Ze oridschinell Gracher-Peidsch-Söhrtsch-Endschinn
(... findet viel, aber nicht alles auf dieser Page.)



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